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40 Jahre Neugründung

Freiwillige Feuerwehr Bentwisch 1961 - 2001

Am 6. Oktober 1961, ein Tag vor dem 12. ehemaligen DDR-Geburtstag, gründete sich die Freiwillige Feuerwehr in Bentwisch neu.

Die Gründungsmitglieder waren:

Der Instrukteur-Löschmeister Gamm aus Rostock, der Wirkungsbereichsleiter Brandinspektor Bartels aus Rövershagen und der Bürgermeister Meier. Weiterhin gehörten zu den Gründungsmitgliedern die Kollegen:

Willi Breu                                 Neu Bartelsdorf
Anton Elstner                           Bentwisch
Gernow Müller                          Klein Bartelsdorf
Erwin Wellertd                          Bentwisch
Hermann Karsten                      Bentwisch
Paul Dahnke                             Bentwisch
Lothar Oehlke                           Bentwisch
Paul Schriwer                           Bentwisch
Sigmund Rettig                         Bentwisch

 Zum Wehrleiter wurde der Kamerad Hermann Karsten gewählt, zum ersten Stellvertreter für Ausbildung und Schulung Kamerad Anton Elstner.

Für die regelmäßige Schulung wurde jeder zweite Dienstag im Monat festgesetzt. Mit dem 6. Oktober 1961 wurde die Ende der 50er Jahre aus politischen Gründen unterbrochene Existenz der Bentwischer Feuerwehr, die bereits seit 1893 mit dem Bau des Spritzenhauses belegt ist, nun als DDR-Neuanfang besiegelt.

        

 

Es ist bisher nicht genau erwiesen, seit wann eine organisierte Wehr in Bentwisch existiert, aber die Nähe zu Rostock und deren Abhängigkeit von der Stadt lässt es möglich erscheinen, mit dem Bau des Spitzenhauses durch die Kämmerei Rostock im Jahre 1893 die eigentliche Gründung der Feuerwehr anzunehmen.

Aber schon aus dem Jahre 1878 ist belegt, dass Beiträge für die Löschgerätschaften für Bentwisch und Klein Bentwisch in Höhe von 84,90 Mark entrichtet worden sind. Bereits 1573 ist für die Stadt Rostock eine Feuerordnung erstellt worden eine der ältesten Deutschlands. Denn das rasche Aufblühen in der Hansezeit brachte der Stadt Rostock bereits im 13. Jh. Durch lebhaften Handel einen ungeheuren Aufschwung und damit verbunden eine gewaltige Anhäufung von Kostbarkeiten innerhalb der Stadtmauern. Daher dachten Rat und Bürgerschaft vermutlich frühzeitig an den Schutz dieser Kostbarkeiten vor dem damals unheimlich gefürchteten Feuer. Die Feuerordnung von 1573 legte besonderes Gewicht auf die Feuerverhütung.

Der offizielle Gründungstag der Rostocker Feuerwehr ist der 15.5.1865.Durch die starke Abhängigkeit der Gemeinde Bentwisch ist zu vermuten, dass zu dieser Zeit im Brandfall die Berufsfeuerwehr aus Rostock in Bentwisch zum Einsatz kam. Die Bentwischer Chronik von Herrn Mening erwähnt den Bau des Spritzenhauses durch die Rostocker Kämmerei in Bentwisch im Jahre 1893. Als Löschfahrzeug fungierte der Zeit entsprechend eine Spritze per Handbetrieb.

Für die Aufbewahrung des Löschwassers wurden an der Friedhofsmauer zwei Wassertonnen, die auf Schleifen standen, stationiert  später wurden diese Wassertonnen durch Wasserwagen ersetzt.

  • 05.04.1962 ? Die FFw Bentwisch erhält ihre erste Einsatztechnik ? ein TSA mit TS8

  • 07.10.1962 ? Die Kameraden werden entsprechend der Dienststellung befördert.

    In Graal-Müritz fanden hierfür Lehrgänge statt.

  • 14.12.1962  erfolgt die erste Rechenschaftslegung vor der Gemeindevertretung.

     Das Gerätehaus (1893) wurde in NAW - Stunden wieder in einen brauchbaren Zustand hergestellt
    (ohne Wasser und Heizung).Entsprechend dem Wehrpflichtgesetz der DDR werden die
    ersten Kameraden eingezogen.

  • 12.03.1963  Gründung einer Frauengruppe, um besonders im vorbeugenden Brandschutz wirksam zu werden

  • Oktober 1963  die erste Feuerwehrsirene wird auf dem Schulgebäude in Bentwisch montiert. Es wird somit eine schnellere Alarmierung möglich. (Das dies jedoch nicht in jedem Falle gelingt, beweist der Schuppenbrand A. Ernst Bentwisch (Berg) am 13.01.1964. Beim Eintreffen der örtlichen Feuerwehr war der Brand bereits durch die Berufswehr aus Rostock gelöscht).
    Feuerwehren, die kein eigenes Löschfahrzeug besitzen, können erst dann ausrücken, wenn das Vorspannfahrzeug eingetroffen ist. Hierfür gab es meistens Verträge zwischen der Gemeinde und Betreiber alter Genossenschaften wie MTS oder BHG. So war es nichts Besonderes, wenn ein Traktor als Vorspannfahrzeug genutzt wurde. Die Einatzkräfte sind mit dem Moped oder Fahrrad hinterhergefahren.

  • 12.04.1965  Gründung der Arbeitsgemeinschaft ?Junge Brandschutzhelfer?
    Leiter wird Anton Elstner
    10 Kameraden werden Mitglied

  • 06.04.1966  Der Kamerad Erwin Wellertd wird in den Wirkungsbereich berufen.
    Die Berufung erfolgt durch den Rat des Kreises Rostock-Land. Kamerad Wellertd wird somit WB Leiter des Wirkungsbereiches Rövershagen.
    Der Wirkungsbereich Rövershagen umfasst folgende Wehren:
    FFw Bentwisch
    FFw Rövershagen und Kommandostelle Volkshagen
    FFw Klein - Kussewitz und Kommandostelle Volkshagen
    FFw Mönchhagen
    FFw Graal-Müritz.
    Auch Theater- und Zirkuswache übernahmen Mitglieder der FFw Bentwisch.

  • Am 22.04.1966  findet im Kommando Rostock eine Einweisung statt. 10 Kameraden haben sich hierzu bereiterklärt. Im Wochen Rhythmus werden so je 2 Kameraden im Volkstheater oder Zirkus eingesetzt.
    Durch den Rat des Kreises Rostock wird darauf gedrungen, Brandschutzkontrollen im Wohnbereich in größerem Maße durchzuführen, für Mehrfamilienhäuser und Betriebe werden Brandschutzverantwortliche beauftragt. 

  • 20.12.1966  Neue Leiterin der Frauengruppe wird Kameradin Gogol
    Stelv. VB Kameradin A. Elstner
    Wie vielseitig die Feuerwehr eingesetzt wurde, erfahren wir durch den Schriftführer: So findet am 06.07.1967 auf dem Sportplatz eine Übung der FFw Bentwisch statt. Während dieser Übung kommt der Bürgermeister. Er lässt die Übung abbrechen und teilt den Kameraden mit, dass in Harmstorf die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist. 10 Kameraden werden deshalb eingesetzt, um den Ort abzuriegeln

  • 13.05.1968  Die FFw erhält ein Vorspannfahrzeug Garant 27 aus Thulendorf, das noch umgebaut werden muss. Damit wurde die FFw unabhängig und konnte selbständig ausrücken, um kostbare Zeit zu sparen.

  • Juni 1972  aus gesundheitlichen Gründen tritt Kamerad Hermann Karsten aus seiner Funktion des Wehrleiters zurück. Kameradin Ursula Gogol, geb. Karsten  Gruppenleiterin der Frauengruppe  wird zum Wehrleiter ernannt.
    Kameradin Gogol bleibt bis Februar 75 Wehrleiter, wird dann in den Wirkungsbereich berufen und zum stellv. VB des WB ernannt.

  • 01.05.1975  Neuerwehrleiter der FFw Bentwisch wird Kamerad Horst Rademacher
  • 1975 - Kommt es zum Bruch der Erdölleitung zwischen den Gleisen der Reichsbahn und der B 105 in Mönchhagen. Es kommt hier fast zu einer Katastrophe. Bentwisch ist mit 28 Kameraden im Einsatz, darf aber im Rechenschaftsbericht nicht erwähnt werden
  • 1975- Durch den Ankauf eines LF 15 von der Neptunwerft, das mit großem Aufwand überholt und neu lackiert wird, verbessern sich die Einsatzbedingungen.
  • Februar 1978  Vom  Wirkungsbereich  wird die erste Komplexausbildung durchgeführt. Sie findet bei allen Kameraden hohen Zuspruch. Feuerwehren werden jetzt auch in die Landesverteidigung mit einbezogen. Es werden sogenannte Brandschutzeinheiten gegründet (auf Kreis- und Bezirksebene). Da diese Wehren gute Technik gebrauchen, erhält die FFw Bentwisch am 28.05.1982 ein neues Löschfahrzeug LF 8   TS8   STA mit einem Wert von .........M
  •  29./30.12.1978  nach genau 10 Jahren erneuter stürmischer Wintereinbruch mit Schneeverwehungen.
    Bist 22:30 Uhr sind Kameraden dabei, die Gleise des Bahnhofs Bentwisch von Schnee zu befreien, Aufkommender Sturm macht auch einen Einsatz am 1.0.1979 und 2.1.1979. die Kameraden werden eingesetzt. Zufahrtswege beräumen und ältere Menschen mit Lebensmittel zu versorgen.

  • 1990  Die politische Wende? hat auch Auswirkungen auf die FFw Bentwisch. Von einst 43 Kameradinnen und Kameraden verbleiben 10 noch in der Wehr. Es stellt sich die Frage aufhören oder weitermachen?

  • 17.11.1990  Neugründung des Kreisfeuerwehrverbandes Rostock-Land. Dort wird auch Kontakt aufgenommen mit der Ffw Prisdorf Kreis Pinneberg ? Schleswig-Holstein, die uns am 12.01.1991 erstmalig besuchen. Gesprächspartner ist der Kamerad Bodo May aus Bentwisch.
    Der Gegenbesuch erfolgte am 04.10.1991

  • 10.05.1991  in Rövershagen findet die letzte Sitzung des Wirkungsbereiches statt. Die Wehren gehören jetzt in der Hoheit der Ämter. Bentwisch ?flüchtet? zunächst in das Amt Cärbäck. Hier findet am 23.08.1991 die erste jetzt Wehrführertagung in Broderstorf statt. Zum Amt gehören die Wehren Broderstorf, Roggentin, Pastow, Thulendorf, Klein-Kussewitz und Bentwisch.

  • Oktober 1991  Festveranstaltung 30 Jahre Ffw in der ?Eiche? in Bentwisch

  • 08.10.1991  Das TLF 16 vom Düngemittelwerk wird von Klein-Kussewitz übernommen, aus Platzmangel nach Bentwisch abgegeben.

 

  • 03.03.1992  Umzug in den neuen Geräteraum. Ein neues Brandschutzgesetz wird wirksam. Es gibt andere Uniformen und Dienstgrade der Leitungskräfte. Alle Kameraden werden durch die Feuerwehrunfallkasse erfasst.
    Die Bentwischer Feuerwehr ist wieder auf der ?Flucht?. Sie gehört jetzt zum Amtsbereich ?Rostocker Heide?.
    Neuer Amtswehrführer wird der Kamerad ......... mit folgenden Wehren:
    Bentwisch, Mönchhagen, Rövershagen, Gelbensande und Blankenhagen.

  • 18. Juni 1992 - In Prisdorf, Kreis Pinneberg findet eine Hauptübung mit der Nachbargemeinde Kummerfeld statt, an der erstmalig die FFw Bentwisch praktisch teilnimt.

  • 12.03.1995  Übergabe des MTW aus Prisdorf in Bentwisch (Mannschaftstransportwag  Feierliche Übergabe MTW aus Prisdorf durch den Wehrführer Helmut Hoyer (rechts)

           

  • 31.01.1997 Wahl des neuen Gemeindewehrführers und Stellvertreters für 6 Jahre.
    Wehrführer ist weiterhin:
    Kam. H. Rademacher
    Stellvertreter: Kam. G. Fach
    Kassenwart: Kam. V. .....
  • 27.04.1998 Das neue Löschfahrzeug TLF 16 Metz wird aus Karlsruhe geholt und am 30.04 durch den Innenminister des Landes M-V in Schwerin übergeben. Die Übergabe an die Gemeinde Bentwisch findet am 23.05. statt.
  •  
  • TLF16/25

 

  •      04.09.1998  120 Jahre FFw Rövershagen mit Fahnenweihe durch Landesbrandminister Schomann.                                                      
  • 17./18.09.1999  Einweihung Gemeindezentrum Feuerwehr


 


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